Dachgepäck

Oft braucht man im Urlaub mehr Gepäck, als in den Kofferraum hineingeht. Und manchmal sollen Surfbretter, Skier oder Fahrräder mitgenommen werden. Aber auch Handwerker und Kundendienstmonteure haben gelegentlich Sperriges zu transportieren, das nicht ins Auto paßt. In solchen Fällen gibt es zwei Auswege: Das Dach oder das Heck.

Die wichtigsten Tips für den Kauf und die Benutzung von Dachgepäckträgern haben wir in diesem Prospekt für Sie zusammengestellt. Wenn Sie Gepäck am Heck unterbringen wollen, stehen wir Ihnen ebenfalls mit einem Ratgeber zur Seite. Kostenlos ist er bei den Prüfstellen des TÜV zu haben, unter dem Titel "Heckträger am Pkw".

Nicht irgendeinen Gepäckträger kaufen, sondern den richtigen.

Ein Sammelsurium von Koffern und Pappkartons auf dem Autodach, hoch aufgetürmt und nur mit Bindfäden gehalten – da stehen jedem die Haare zu Berge, der eine solche Fuhre auf der Straße vor sich hat. Herabfallende Gepäckstücke sind schließlich eine schlimme Unfallquelle. Außerdem möchte ja niemand am Urlaubsort feststellen müssen, daß nur noch die Hälfte des Gepäcks da ist.

Klar, daß Sie solchen Risiken vorbeugen möchten. Achten Sie deshalb bei der Anschaffung Ihres Dachgepäckträgers auf diese Punkte:

Ein guter Fachhändler hilft Ihnen bei der Auswahl und berät Sie. Verlangen Sie auf jeden Fall ein Modell mit dem GS-Prüfzeichen für "Geprüfte Sicherheit". Dann haben Sie die Gewähr, daß Ihr neuer Träger strenge Sicherheitsprüfungen in allen Punkten bestanden hat.

Die Ladung richtig verstauen.

Ein bißchen "Gewußt wie" gehört auch zum Beladen des Dachgepäckträgers:

Die zulässigen Gewichte einhalten.

Welche Last man seinem Auto aufs Dach packen darf, ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Je nach Größe des Wagens schwanken die Werte zwischen 50 kg und 100 kg. In den Fahrzeugpapieren stehen sie nicht; man muß sie also in der Betriebsanleitung suchen. Klarheit schafft auch eine Erkundigung bei einem Autohändler der eigenen Marke oder beim TÜV.

Drei Obergrenzen sind der Last auf dem Dach gezogen. Halten Sie bitte diese Limits genau ein – im Blick auf Ihre Sicherheit. Sonst kann es sein, daß der Träger bzw. die Befestigungen plötzlich schlapp machen, oder daß das Fahrverhalten Ihres Autos bockig wird. Hier die Einzelheiten:

Um die Nutzlast in Zweifelsfällen abschätzen zu können, gibt es ein einfaches Hilfsmittel: Ihre Badezimmer-Waage. Wiegen Sie alles auf ihr ab, was ins und aufs Auto soll. Zählen Sie diese Werte (in Kilogramm!) zusammen, nicht zu vergessen das Gewicht des leeren Dachträgers und die Stützlast eines etwaigen Anhängers. Liegt die Summe über der höchstzulässigen Nutzlast für Ihr Auto, müssen Sie bei der Zuladung leider "abspecken".

Vorsicht mit überstehender Ladung.

Jede überstehende Ladung ist problematisch und manchmal höchst gefährlich. Deshalb ist es am besten, wenn ein Dachträger mitsamt seinem Gepäck den Fahrzeugumriß nur nach oben überragt – und sonst nicht. Wenn trotzdem einmal mit Überstand geladen werden muß:

Beherzigen Sie bitte die Sicherheitsgebote in § 22 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Sie besagen vor allem:

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